Gefährliches – was man dagegen tun kann

tickVor einem sollte man sich gerade als Solowanderer in Acht nehmen: Zecken. Man kann sich ja nicht alleine am ganzen Körper auf 1mm kleine Winzlinge absuchen.  Zecken können bakterielle Lyme-Borreliose und den FSME-Virus übertragen. Gegen den FSME-Virus kann man sich impfen lassen, in Österreich lassen sich angeblich schon 80% der Bevölkerung impfen, gegen Lyme-Borreliose geht das nicht. Immerhin gibt es jetzt ein Frühwarnsystem, das als App von http://www.zeckenwetter.de erhältlich ist. Über die App oder die Website  kann man seine Postleitzahl eingeben und sich dadurch ein gutes Bild über die aktuelle regionale Zecken-Situation machen. Die Zahlen werden alle 3 Tage aktualisiert. Auch eine Übersichtskarte für ganz Deutschland gibt es. Allerdings sind die Zahlen für die alten Bundesländern wenig verlässlich, weil es dort noch keine Meldepflicht gibt. Entsprechend höher sind die Zahlen für den Osten. Es wird geschätzt, dass es in ganz Deutschland pro Jahr 50.000 – 100.000 neue Lyme-Borreliose Erkrankungen gibt. Jeder 3. bis 7. Zeckenstich soll zur Borreliose führen! Dass man an Borreliose erkrankt, ist übrigens wesentlich wahrscheinlicher als an FSME. Und laut Statistiken kommt es sowohl bei Nässe wie bei Trockenheit, wie auch im Winter zu Zeckenbefall. Nur über 1500 Höhenmeter mögen es Zecken nicht, ein Trost für Bergsteiger!

Beim Fuchsbandwurm gibt es Entwarnung für Beerensammler. Nach neueren Erkenntnissen soll es unwahrscheinlich sein, dass man beim Beerenpflücken Wurmeier zu sich nimmt. Allerdings können Hunde und Katzen  die Eier übertragen, wenn sie nicht regelmäßig entwurmt werden. Problematisch ist auch, dass die Inkubationszeit 10 bis 20 Jahre ist. Hier geht’s zu einem interessanten Link.

herkules250
http://botanikus.de

Die bis zu 4 Meter große Herkulesstaude ist zwar längst nicht die giftigste Pflanze, aber  bei ihr reicht schon die Berührung, dass es zu verbrennungsartigen Symtomen kommt. Man sollte ähnlich wie bei Giftefeu (= Poison Ivy) auch die Kleidung, mit der sie in Berührung gekommen ist, nachbehandeln, weil es andernfalls im Nachhinein zu Kontaktreaktionen kommen kann. Ausserdem  sollte man Standorte den Umweltschutz-Behörden melden, damit sich diese aggressiv ausbreitenden Pflanzen nicht noch weiter vermehren. Hier geht’s zu den Details.

Ob ich nicht Angst habe, so alleine im tiefen Wald zu übernachten, werde ich manchmal gefragt. Sagen wir mal so: Es hält sich in Grenzen. Ich weiß, dass im tiefen Wald wenig passiert, weil die nächste Kneipe mit ein paar Angetrunkenen weit, weit weg ist. Ausserdem gibt es keine großen wilden Tiere. Das einzige, worauf ich mich wirklich nicht gerade freuen würde, wäre einem Jäger mit angeschlagener Flinte zwischen Siehste und Siehste-nicht zu begegnen. Aber das ist mir noch nie passiert. Ausserdem hoffe ich, dass mein roter Rucksack mich vor dummen Verwechslungen schützen würde.

Mut also, Zeitgenossen!  Wenn Ihr eine längere Fahrt auf der Autopiste zurücklegt, habt Ihr hundert mal mehr Gefahren zu überstehen als der Fernwanderer im Grünen. Einsamkeit ist vielleicht ungewohnter, aber gleichzeitig belebender Szenenwechsel gegen Alltagsgrau und eingeschliffene Routinen.

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